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Piloten

Cessna 172

Nur ausgebildete Piloten mit entsprechenden Lizenzen und Berech­tigungen dürfen Luftfahrzeuge wie Flugzeuge, Hubschrauber, Segelflugzeuge oder Ballone führen.

Um Pilot werden zu können, muss man sich als Flugschüler bei einer Flugschule anmelden. Für verschiedene Arten von Luftfahrzeugen muss man sich die passenden Flugschule aussuchen. Mit der Wahl des gewünschten Luftfahrzeugs entscheidet man sich zugleich für die entsprechende Pilotenlizenz. Möchte man verschiedene Luftfahrzeuge steuern, also z.B. Flugzeuge und Hubschrauber, so benötigt man auch mehrere Ausbildungen und Pilotenlizenzen.

Die Luftfahrtbehörde Bremen steht den Flugschülern und Piloten ebenso wie den Flugschulen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um den Erwerb und die Ausübung der Pilotenlizenz zum Führen von Luftfahrzeugen geht. Zugleich hat die Luftfahrtbehörde darauf zu achten, dass Piloten und Flugschulen die geltenden Bestimmungen beachten und umsetzen. Ähnlich der Polizei führt die Luftfahrtbehörde unangekündigte Verkehrskontrollen an Flugplätzen bei Piloten durch und auditiert die Flugschulen.

Grundsätzlich ist die Luftfahrtbehörde Bremen nur für Privatpiloten und nicht für Berufspiloten (Airline-Piloten) zuständig, die ihren Wohnsitz in Bremen haben. Somit betreut die Luftfahrtbehörde auch nur Flugschulen, die Privatpiloten ausbilden. Flugschüler, die eine Ausbildung bei einer von uns zugelassenen Flugschule im Land Bremen absolvieren, werden ebenfalls bis zum Erhalt ihrer Lizenz durch uns betreut.
 

Cockpit eines Hubschraubers

In Bremen sind derzeit der Bremer Verein für Luftfahrt e.V. (BVL), der Hanseatische Fliegerclub Bremen e.V. (HFC) sowie die Lufthansa Aviation Training GmbH (LAT) ansässig. Alle drei Flugschulen haben den Flughafen Bremen als Heimatflughafen und führen die Ausbildung mit Ausnahme der Segelfluggruppe des BVL von hier aus durch. Die Segelfluggruppe des BVL operiert derzeit von dem Segelfluggelände in Osterholz-Scharmbeck aus.

Der Bremer Verein für Luftfahrt e.V. ist in mehrere Sportgruppen unterteilt. Die Motorfluggruppe mit Sitz am Flughafen Bremen sowie die Segelfluggruppe mit Sitz am Segelfluggelände Osterholz-Scharmbeck unterliegen der Aufsicht der Luftfahrtbehörde Bremen und wurden von dieser zugelassen.

Der HFC sowie die LAT bieten ebenfalls Flugausbildung in Bremen an, unterliegen jedoch nicht der Aufsicht der Luftfahrtbehörde Bremen und sind nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Bremer Verein für Luftfahrt e.V. - Motorfluggruppe

Der BVL - Motorfluggruppe ist zugelassene Ausbildungsorganisation (Approved Training Organisation - ATO). Die Motorfluggruppe ist mit der Registrierungsnummer DE.HB.ATO.001 bei der Luftfahrtbehörde registriert und bietet folgende Ausbildungsprogramme an (weitergehende Informationen zu den Lizenzen finden Sie im gleichnamigen Abschnitt):

  • Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Flugzeuge - LAPL(A)
  • Privatpilotenlizenz - PPL(A)
  • Klassenberechtigung und Auffrischungsschulung für einmotorige, kolbengetriebene Landflugzeuge - SEP (land)
  • Nachtflugberechtigung - Night

Bremer Verein für Luftfahrt e.V. - Segelfluggruppe

Der BVL - Segelfluggruppe ist zugelassene Ausbildungsorganisation (Approved Training Organisation - ATO). Die Segelfluggruppe ist mit der Registrierungsnummer DE.HB.ATO.002 bei der Luftfahrtbehörde registriert und bietet folgende Ausbildungsprogramme an (weitergehende Informationen zu den Lizenzen finden Sie im gleichnamigen Abschnitt):

  • Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Flugzeuge - LAPL(A)
  • Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Segelflugzeuge - LAPL(S)
  • Segelflugzeugpilotenlizenz - SPL
  • Klassenberechtigung und Auffrischungsschulung für Reisemotorsegler - TMG
  • Berechtigung zum Schleppen von Segelflugzeugen mit Reisemotorsegler - Aero Tow (TMG)

 

Pilotenlizenz

Die Luftfahrtbehörde Bremen ist nur für Piloten zuständig, die ihren Wohnsitz in Bremen haben. Dabei sind wir nur für "Privatpilotenlizenzen", also die Lizenzen PPL, SPL, BPL und LAPL mit Sichtflugberechtigung (VFR) zuständig.

Für die gewerblichen Lizenzen CPL, MPL und ATPL sowie der Instrumentenflugberechtigung ist das LBA zuständig.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Lizenzen in unserer Zuständigkeit nebst Erläuterung:

Lizenzarten in unserer Zuständigkeit
Lizenzart Erläuterung
LAPL(A) Die Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Flugzeuge berechtigt ab 17 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot im nichtgewerblichen Betrieb mit einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk oder TMG mit einer höchstzulässigen Startmasse von 2.000 kg oder weniger, wobei bis zu 3 Personen befördert werden, d. h. es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 4 Personen an Bord des Flugzeugs befinden.
PPL(A) Die Privatpilotenlizenz für Flugzeuge berechtigt ab 17 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot oder Kopilot im nichtgewerblichen Betrieb mit Flugzeugen oder TMGs.
LAPL(H) Die Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Hubschrauber berechtigt ab 17 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot im nichtgewerblichen Betrieb mit einmotorigen Hubschraubern mit einer höchstzulässigen Startmasse von 2.000 kg oder weniger, wobei bis zu 3 Personen befördert werden, d. h. es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 4 Personen an Bord befinden.
PPL(H) Die Privatpilotenlizenz für Hubschrauber berechtigt ab 17 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot oder Kopilot im nichtgewerblichen Betrieb mit Hubschraubern.
LAPL(S) Die Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Segelflugzeuge berechtigt ab 16 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot im nichtgewerblichen Betrieb mit Segelflugzeugen, Motorseglern oder TMG. Fluggäste dürfen nur befördert werden, wenn sie nach der Erteilung der Lizenz 10 Stunden Flugzeit oder 30 Starts als verantwortlicher Pilot auf Segelflugzeugen oder Motorseglern absolviert haben.
SPL Die Segelflugzeug-Pilotenlizenz berechtigt ab 16 Jahren zum Fliegen als verantwortlicher Pilot mit Segelflugzeugen, Motorseglern oder TMG. Fluggäste dürfen nur befördert werden, wenn sie nach der Erteilung der Lizenz 10 Stunden Flugzeit oder 30 Starts als verantwortlicher Pilot auf Segelflugzeugen oder Motorseglern absolviert haben.
LAPL(B) Die Leichtluftfahrzeug-Pilotenlizenz für Ballone berechtigt ab 16 Jahren zum Fahren als verantwortlicher Pilot im nichtgewerblichen Betrieb mit Heißluftballonen oder Heißluft-Luftschiffen mit einem maximalen Hülleninhalt von 3.400 Kubikmetern oder Gasballonen mit einem maximalen Hülleninhalt von 1.260 Kubikmetern, wobei bis zu 3 Personen befördert werden, d. h. es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 4 Personen an Bord des Ballons befinden.
BPL Die Ballon-Pilotenlizenz berechtigt ab 16 Jahren zum Fahren als verantwortlicher Pilot mit Ballonen.