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Schallschutz

Lärmschutz Kopfhörer

Laut FluLärmG sind die Bundesländer auf Basis von Luftverkehrsprognosen dazu verpflichtet, Schallschutzzonen für die von Fluglärm betroffenen Anwohner zu definieren. Bremen hat hierzu 2009 eine entsprechende Verordnung erlassen. Unterschieden wird nach Tag- und Nachtschutzzonen, aus denen sich die Ansprüche für die Erstattung von Schallschutzmaßnahmen an Wohngebäuden ergeben können.
 

Lärmschutzbereiche

Tagschutzzone
Tagschutzzone

 

Nachtschutzzone
Nachtschutzzone

 

Das FluLärmG i.V.m. der Rechtsverordnung über die Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Verkehrsflughafen Bremen begründen Ansprüche von Grundstückseigentümern auf die Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen.

Sofern sich das Grundstück in der Tag-Schutzzone 1 oder der Nacht-Schutzzone des Lärmschutzbereichs des Verkehrsflughafens Bremen befindet und die darauf befindliche Immobilie nicht hinreichend schallisoliert ist, können Ansprüche bestehen. Diese Ansprüche richten sich gegen die Flughafen Bremen GmbH und können bis zum 23. Dezember 2019 gestellt werden.
 

Das gesetzlich vorgesehene Verwaltungsverfahren zur Erstattung von Schallschutzmaßnahmen führt der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Dieser prüft die Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere die Grundstückslage und die vorzulegenden Schallisolierungsgutachten, und beteiligt die Flughafen Bremen GmbH als zahlungspflichtigen Dritten im Rahmen einer Anhörung.

Anfragen zum Schallschutz stellen Sie bitte an:

Frau Angelika Frontzek

Sachbearbeiterin
Lizenzen, Flugschüler, Schallschutzmaßnahmen

Nach einer formlosen Anfrage, ob sich das Objekt in einer anspruchsberechtigten Zone des Lärmschutzbereichs befindet, können Sie einen Antrag auf Schallschutzmaßnahmen nach Maßgabe der §§ 9, 10 FluLärmG einreichen.

Die Dienstleistungsbeschreibung mit dem dazugehörigen Antragsformular finden Sie unter der Rubrik Erstattung von Schallschutzmaßnahmen.
 

Alternativ zum behördlichen Schallschutzprogramm bietet die Flughafen Bremen GmbH das sog. Schallschutzprogramm Calmar an. Schallschutzprogramm CALMAR. Das Verfahren basiert grundsätzlich auf denselben gesetzlichen Rahmenbedingungen, ist in vielen Bereichen jedoch flexibler.

Anders als im behördlichen Verfahren wird hier z.B. den Eigentümern die Vorleistungspflicht für die Einholung eines Gutachtens erspart. Zudem kann hier eine persönliche Beratung im Haus des Antragsstellers unter Vorführung der Belüftungseinrichtung erfolgen.

Anfragen zum Schallschutzprogramm Calmar können an calmar@airport-bremen.de gerichtet werden.
 

An dieser Stelle finden Sie Informationen über das Datenerfassungssystem (DES), mit dem die für die Lärmprognose relevanten Daten erfasst wurden.

 

Das Fluglärmgesetz regelt in Paragraph 4 die Festsetzung eines Lärmschutzbereichs, was im Jahr 2009 für den Verkehrsflughafen Bremen geschehen ist. Paragraph 4 Absatz 5 sieht nun vor, dass bei einem bestehenden Flugplatz der Lärmschutzbereich neu festzusetzen ist, wenn eine Änderung in der Anlage oder im Betrieb des Flugplatzes zu einer wesentlichen Veränderung der Lärmbelastung in der Umgebung des Flugplatzes führen wird.

Im September 2010 wurden am Flughafen Bremen die Abflugrouten derart verändert, dass in Betriebsrichtung 09 - Richtung Osten ein früheres Abkurven Richtung Süden erfolgt. Hierin ist eine Änderung im Betrieb des Flugplatzes zu sehen.