Sie sind hier:

Starten oder Landen außerhalb genehmigter Flugplätze

Antrag, jpg, 10.0 KB

Sie möchten mit einem Hubschrauber in Bremen oder Bremerhaven außerhalb genehmigter Flugplätze starten oder landen?

Luftfahrzeuge dürfen außerhalb der für sie genehmigten Flugplätze nur starten und landen, wenn Grundstückseigentümer*innen oder sonst Berechtigte zugestimmt und die Luftfahrtbehörde eine Erlaubnis erteilt hat. Luftfahrzeuge dürfen außerdem auf Flugplätzen

  • außerhalb der in der Flugplatzgenehmigung festgelegten Start- oder Landebahnen oder
  • außerhalb der Betriebsstunden des Flugplatzes oder
  • innerhalb von Betriebsbeschränkungszeiten für den Flugplatz

nur starten und landen, wenn der/die Flugplatzunternehmer*in zugestimmt und die Genehmigungsbehörde eine Erlaubnis erteilt hat. Die Erlaubnis kann allgemein oder im Einzelfall erteilt, mit Auflagen verbunden und befristet werden.

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Luftfahrtbehörde, ist die zuständige Stelle für die Erteilung von solchen Erlaubnissen im Land Bremen (Stadt Bremen und Bremerhaven).
 

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis ist das vollständige Ausfüllen des entsprechenden Antragformulars. Bitte bedenken Sie dabei, das fehlende Angaben oder Unterlagen zu einer Verzögerung der Bearbeitung führen und eine rechtzeitige Erlaubniserteilung gefährdet.
 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Kopie der Vorder- und Rückseite des Tauglichkeitszeugnisses und der Lizenz sowie der Musterberechtigung, falls diese nicht auf der Lizenz abgebildet ist, für jeden Piloten.
  • Kopie des Versicherungsnachweises entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 785/2004.
  • Lufttüchtigkeitszeugnis und Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit
  • Eintragungsschein
  • Detaillierter Lageplan (mittels Google Maps oder Earth) über den Lande-/Startplatz (inklusive verzeichneter Abmessungen bzgl. der Hindernisfreiheit, Größe des Lande-/Startplatzes, geplante An- und Abflugroute, Notlandeflächen (falls vorhanden), Rettungswege (falls vorhanden))
  • Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers oder Verfügungsberechtigten
  • Fotos des Landeplatzes (sofern durch eine Begehung vorhanden)
  • Kopie des Luftverkehrsbetreiberzeugnis und /oder der Genehmigung für spezialisierten Flugbetrieb (mit oder ohne hohem Risiko) (sofern zutreffend)
  • Im Falle von Naturschutzgebiet, Zustimmung bzw. Stellungnahme der Naturschutzbehörde

 
Bitte beachten Sie, dass die Verfahrensweise für Starts und Landungen im BLG-Terminal, Hafen von Bremerhaven, abweichend geregelt ist. Näheres entnehmen Sie dem Antragsformular.
 

Die Antragstellung erfolgt mit dem entsprechenden Antragsformular auf dieser Seite. Gerne können Sie dieses auch unterschrieben im PDF-Format per E-Mail an die Luftfahrtbehörde übersenden.

Bitte übersenden Sie Bilder ausschließlich im PDF-Format (kein *.jpeg, *.tif, usw.).

Bitte bedenken Sie im Antragsverfahren, dass es ggf. einige Zeit dauern kann, bis zu beteiligende Stellen oder Personen angehört wurden.

Sollte es Rückfragen geben, kontaktieren wir Sie per Telefon oder E-Mail. Die Erlaubnis wird nach Abschluss des Verfahrens per E-Mail zugesendet. Sofern Sie eine Papierversion per Post wünschen, geben Sie dieses bitte bei Antragstellung explizit an.
 

Außenstarts und -Landungen mit Hubschraubern im BLG-Terminal

Für Außenstarts und -landungen zwecks Import oder Export von Hubschraubern im Hafen von Bremerhaven, BLG-Terminal, gibt es ein vereinfachtes, mit dem/der Terminalbetreiber*in angesprochenes Verfahren. Hierdurch ergibt sich auch eine geringere Grundgebühr. Bitte verwenden Sie für diese Fälle das Antragsformular für das BLG-Terminal (pdf, 542.8 KB).
 

Welche Fristen sind zu beachten?

Wir empfehlen grundsätzlich eine Frist von 4 Wochen vor dem geplanten Einsatz zur Beantragung einzuhalten.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Die Bearbeitungsdauer ist von vielen Faktoren abhängig und ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Welche Gebühren/Kosten fallen an?

  • 160,00 EUR Basisgebühr für eine Erlaubnis
  • 100,00 EUR Basisgebühr für eine Erlaubnis im BLG-Terminal
  • 30% Aufschlag auf die Basisgebühr für die Bedeutung, dem wirtschaftlichen Wert oder dem sonstigen Nutzen der Amtshandlung (§ 3 Verwaltungskostengesetz i.d.F. bis zum 14.08.2013).
  • 52,00 EUR Aufschlag für eine Allgemeinerlaubnis.
  • 60,00 EUR für eine Übersetzung auf Englisch.
  • 20,00 EUR je weiterem Hubschrauber
  • 40,00 EUR je zu beteiligende Stelle (z.B. Tower Bremen).
  • 52,00 EUR je weiterer Start- bzw. Landestelle.
  • Änderungen, Erneuerungen oder Verlängerungen werden mit 1/10 bis 5/10 der Gebühr berechnet, die für eine Ersterteilung fällig wäre. Die Bemessung des Faktors erfolgt in Abhängigkeit des Verwaltungsaufwands.
  • Die Maximalgebühr für die Erteilung einer Erlaubnis ist auf 500,00 EUR gem. dem Gebührenverzeichnis der Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung begrenzt.

Gebührenrechner

Für die Berechnung der Gebühr haben wir das Formular "Gebührenberechnung zum Antrag (pdf, 985 KB)" zum Download bereitgestellt. Mit diesem Formular können Sie die voraussichtliche Gebühr selbst berechnen, es dient als Orientierungshilfe. Bitte beachten Sie, dass ausschließlich die Kostenentscheidung in der Erlaubnis rechtsverbindlich ist. Diese Entscheidung kann von Ihrer eigenen Berechnung ggf. abweichen.

Die Basisgebühr ist in dem Formular bereits voreingestellt. Ebenso ist ein Zuschlag für die Bedeutung, dem wirtschaftlichen Wert oder dem sonstigen Nutzen der Amtshandlung berücksichtigt (§ 3 Verwaltungskostengesetz i.d.F. bis zum 14.08.2013).

Bitte beachten Sie, dass der Rechner grundsätzlich keine Gebührenbegrenzung berücksichtigt, die Gebühr gemäß dem Gebührenverzeichnis der Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung jedoch auf maximal 500,00 EUR begrenzt wird.