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Förderschwerpunkte des Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramms (BAP)

Das BAP zielt konsequent auf Armutsbekämpfung durch Integration in existenzsichernde Arbeit.

Übersichtskarte zu Maßnahmen des BAP

Übersichtskarte von in Bremen und Bremerhaven zu Maßnahmen des Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramms (BAP)., png, 89.7 KB
Die Karte stellt die aktuell laufenden Projekte innerhalb der Förderperiode 2014 bis 2020 dar. (Stand: Juli 2017)

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen stellt vor: Gute Praxis der ESF-Projektförderung

Das „Bremerhavener Modell“ – Gemeinsam beraten Jobcenter und Jugendhilfe erfolgreich Familien

Beratung durch eine Mitarbeiterin des „Bremerhavener Modells“ im Familienzentrum in der Robert-Blum-Straße 3 in Bremerhaven., jpg, 11.6 KB

Um sozial benachteiligte Familien, die Unterstützungsleistungen durch Arbeitslosengeld II erhalten, tatkräftig zu unterstützen, haben sich in Bremerhaven bereits 2015 das Jobcenter und das Amt für Jugend, Familie und Frauen für ein gemeinsames Projekt zusammengetan. Viele Familien in Bremerhaven, insbesondere mit Migrationshintergrund, nutzen inzwischen dieses Angebot des sog. „Bremerhavener Modells“.

Im August 2015 hat das „Bremerhavener Modell“ seine Arbeit aufgenommen und bietet seit diesem Zeitpunkt Beratungen für Familien, Alleinerziehende und insbesondere Familien mit Migrationshintergrund mit Arbeitslosengeld II-Bezug im Familienzentrum Robert-Blum-Straße in Bremerhaven an. Die Förderung erfolgt bis zum 31.07.2018 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes Bremen.

Mitarbeiter/-innen -Tandems bieten Informationen

Schlüssel zum Erfolg ist die gemeinsame Arbeit des Jobcenters Bremerhaven und der Jugendhilfe des Amtes für Jugend, Familie und Frauen, die durch Tandems der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Einrichtungen als „Informationen aus einer Hand“ organisiert wird.

Das „Bremerhavener Modell“ hat zum Ziel erklärt, die vor Ort die Familiensituation zu verbessern und die persönliche Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Damit werden die Zukunftschancen von Kindern positiv beeinflusst.

Unterstützung der ganzen Familien wird positiv wahrgenommen

In der Praxis wird die Unterstützung der ganzen Familie als sehr positiv wahrgenommen. Gemeinsam mit den Familien wird ein Lösungskonzept zur Stabilität innerhalb der Familie erarbeitet und Hausbesuche intensivieren die Zusammenarbeit mit den Familien. Ein wichtiges Instrument für die erfolgreiche Arbeit stellen Präventionsmaßnahmen dar. Sie helfen vorrangig die Armutsrisiken von Kindern in den Familien zu vermeiden.

Netzwerkarbeit für Betreuungsplätze

Wichtig ist auch das kontinuierliche Netzwerken, um die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Schule, KiTas, Gesundheitsamt, Fachärzte usw.) zu erreichen und weitere Hilfsangebote vorzuhalten.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Netzwerkarbeit zeigt der Fall der Betreuungsplätze für Kinder. Wie in anderen Kommunen auch, stehen in Bremerhaven diese Plätze nicht immer sofort bedarfsgerecht zur Verfügung, weshalb insbesondere Frauen nicht umfassend an Integrationsangeboten teilnehmen können. Durch die Netzwerkarbeit konnte das „Bremerhavener Modell“ gemeinsam mit den beteiligten Partnern Teillösungen erzielen und damit die Bedarfe der Familien unterstützen.

Fortsetzung des erfolgreichen Modells

Seit 2015 hat das „Bremerhavener Modell“ über 1.600 Beratungen für Familien durchgeführt und dabei viel über die Familien und ihre Probleme und Bedarfe erfahren. Diese Erfahrungen wurden ausgewertet. Aktuell ist diese Verstetigung zu einem festen Angebot in Bremerhaven in den politischen Beratungen der Stadt. Als innovatives Modellprojekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) angestoßen, besteht nun in Bremerhaven die Chance, nach langjähriger Erprobung Bewährtes und Erfolgreiches in den Regelbetrieb der Stadt zu übernehmen.

Zahlen und Fakten zum „Bremerhavener Modell“:

Zu folgenden Themen hat das „Bremerhavener Modell“ Familien Hilfestellungen gegeben:

  • 439 Hilfestellungen zur familiären Situation
  • 127 Hilfestellungen zur Verbesserung der Kinderbetreuung
  • 257 Hilfestellungen zu Anliegen KiTa/Schule
  • 157 Hilfestellungen zum Themenfeld Wohnung
  • 372 Hilfestellungen zu Gesundheitsanliegen

Darüber hinaus wurde für einige Familien der Kontakt zu und eine Kooperation mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst hergestellt. Ebenso erfolgten Vermittlungen in außerschulische Förderungen (über Bildung und Teilhabe), z.B. bei Sportvereinen, in Schwimmkurse, Nachhilfeunterricht, Ferienprogramme oder andere teambildende Fördermöglichkeiten (z.B. Pfadfinder/-innen).

Aufstiegsfortbildungsförderung (Aufstiegs-BAföG)

Logo Aufstiegs-Bafög, png, 18.9 KB

Das Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG), sieht eine finanzielle Unterstützung für die Maßnahmekosten und den Lebensunterhalt vor. Dadurch soll allen ein beruflicher Aufstieg ermöglicht werden. Alle wichtigen Informationen bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seiner Seite zum Aufstiegs-Bafög an.

Den aktuellen Flyer zum Aufstiegs-Bafög können Sie sich hier herunterladen (pdf, 3 MB).

Zuständige Ansprechperson für Bremen und Niedersachsen:

Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
Günther-Wagner-Allee 12–16
30177 Hannover
Telefon 0511 30031-497

Den Antrag auf Aufstiegs-BAföG können Sie hier online stellen.