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Förderung: Arbeit, Bildung, Teilhabe

Das Beschäftigungspolitische Aktionsprogramm 2014-2020 für das Land Bremen und der Europäische Sozialfonds (ESF)

Für einen siebenjährigen Förderzeitraum (2014 bis 2020) erhält das Land Bremen insgesamt etwa 76 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), das sind jährlich über 10 Millionen Euro. Mit diesen Fördermitteln sollen Arbeit, Bildung und Teilhabe von Menschen unterstützt werden, die es schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder innerhalb ihres Jobs aufzusteigen. Das Land Bremen ergänzt die Mittel des ESF um Landesmittel, die gezielt für die Ausbildung junger Menschen und für geförderte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze von langzeitarbeitslosen Menschen eingesetzt werden. Jährlich stehen dafür derzeit etwa 9 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. ESF- und Landesmittel werden im Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramm „Arbeit, Bildung, Teilhabe“ Bremens (BAP) verknüpft und durch Kofinanzierungsmittel vor allem der Jobcenter ergänzt.

Hinter den drei Schlagwörtern Arbeit, Bildung und Teilhabe stehen die Förderschwerpunkte des BAP Beschäftigung, Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung, Ausbildung, Beratung und Soziale Teilhabe. Zu allen Aspekten finden Sie auf den Unterseiten und auf der ESF-Website weiterführende Informationen.

Arbeitsmarktpolitik gestalten

Das BAP flankiert und ergänzt fachpolitikübergreifend die Regelförderung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven sowie der Jobcenter in Bremen und Bremerhaven, um Benachteiligungen von Arbeitslosen und Beschäftigten am Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu begegnen, lokale und regionale arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte zu setzen sowie inhaltliche und strukturelle Entwicklungen der Arbeitsmarktpolitik zu gestalten.

Zentrale Herausforderungen in Bremen sind einerseits die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, das Mismatch zwischen Ausbildungsplatzsuchenden und zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen und andererseits die fehlende Chancengleichheit bei beruflicher Bildung für an- und ungelernte Arbeitslose und Beschäftigte bei gleichzeitigem Fachkräftebedarf.

Im Rahmen des BAP bezieht sich das Land Bremen insgesamt auf folgende Schwerpunkte: Benachteiligte beraten, Arbeitslose und Beschäftigte qualifizieren, schwerbehinderte Menschen integrieren, Langzeitarbeitslose beschäftigen/aktivieren, soziale Potenziale in den Stadtteilen aktivieren und junge Menschen ausbilden.

Durch das BAP soll daher die gezielte Qualifizierung von an- und ungelernten Arbeitslosen und Beschäftigten Möglichkeiten eröffnen, um die wirtschaftlichen Stärken des Landes Bremen für zusätzliche Beschäftigungsimpulse zu nutzen. Der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit wird mit dem Landesprogramm „Perspektive Arbeit“ (LAZLO) (pdf, 1.8 MB)begegnet.

Die Jugendlichen, denen der Einstieg in Ausbildung und anschließend in den Arbeitsmarkt nicht gelingt, werden durch die Jugendberufsagenturen in Bremen und Bremerhaven unterstützt. Die Ausbildungsgarantie schafft berufliche Perspektiven mit einer Reihe von unterschiedlichen Angeboten.

Ein weiteres Förderinstrument des BAP ist das Aufstiegs-BAföG, welches Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bis hin zur eigenen Unternehmensgründung optimiert. Das Fördervolumen beträgt jährlich etwa 1 Million Euro. Diese verausgabten Mittel werden grundsätzlich zu 78 Prozent vom Bund erstattet, 22 Prozent der Kosten werden über Landesmittel gefördert.

Außerdem werden mit den Mitteln der Ausgleichsabgabe im Rahmen des BAP schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben mit jährlich etwa 5,5 bis 6,3 Millionen Euro unterstützt.